"Ein E-Auto? Das ist doch einfach"

19.11.2020: Das E-Auto ist in aller Munde – doch wie lebt es sich eigentlich 2020 mit ihm? Heike Rosser aus Hamburg weiß es: Sie fährt im Alltag einen ŠKODA CITIGOe iV1 – und kennt die Hürden genauso wie die Freude am Elektro-Flitzer. Eine Rundfahrt durch die Perle an der Elbe

ŠKODA CITIGOe iV, 61 kW (83 PS) kombiniert 12,9 – 12,8 kWh/100km, CO2-Emissionen kombiniert 0 g/km.*

Bevor Heike Rosser an diesem Morgen das Haus verlässt, holt sie noch einmal ihr Handy aus der Tasche. Auf einer App überprüft sie, ob die Ladesäule auf dem Parkplatz ihres lokalen Supermarktes gerade frei ist. „Während des Einkaufs, das ist für mich mit Abstand die unkomplizierteste Art den Akku zu laden“, sagt sie, greift sich die leere Getränkekiste voller Pfandflaschen und trägt diese zu ihrem ŠKODA CITIGOe iV.

Die 36-Jährige ist seit gut zwei Monaten stolze Besitzerin des Elektroautos. Ihres ersten E-Autos. „Abgesehen vom Umweltaspekt, wollte ich mal etwas Neues ausprobieren. Außerdem hat mir der Wagen optisch sehr gut gefallen.“ Heike Rosser fährt einen blauen ŠKODA CITIGOe iV, das erste vollelektrische Serienfahrzeug der tschechischen VW-Tochter und auch das erste Modell der neuen Untermarke „iV“. Dass es ein Auto aus der Volkswagen Familie sein würde, stand von vornherein fest, da ihr Mann Gordon als Serviceberater bei der Volkswagen Automobile in Hamburg arbeitet. Klar war auch, dass das nächste Fahrzeug bei Familie Rosser ein Stromer sein sollte. „Ein E-Auto lohnt sich für uns finanziell, da wir nicht nur bei den Treibstoffkosten sparen, wir zahlen die nächsten zehn Jahre auch keine Kfz-Steuer.“ Der Originalpreis für den Neuwagen von knapp 25.000 Euro reduzierte sich ebenfalls deutlich: Dank der Kaufprämie der Bundesregierung, dem so genannten Umweltbonus von derzeit 6000 Euro für Elektrofahrzeuge unter 40.000 Euro Nettolistenpreis. Darüber hinaus profitierten die Rossers von einem VW-Mitarbeiterrabatt auf den Verkaufspreis eines neuen Elektroautos.

„Ich hätte mich aber auch ohne diese Vergünstigungen für den CITIGOe iV entschieden“, sagt Heike Rosser. „Ich mag seine kompakte Form und die klassischen Linien.“ Klassisch ist auch das Innere des Wagens: Von Touchscreens, digitalen Displays und Sprachsteuerung fehlt jede Spur, stattdessen erfolgt die Bedienung manuell über Druck- und Drehknöpfe. Auch einen Autoschlüssel, den man ins Zündschloss steckt, besitzt der Elektro-Kleinwagen. „Andere mögen das bei einem E-Fahrzeug altmodisch finden, mich stört das nicht. Es ist ein vertrautes Gefühl“, so Rosser. „Mein vorheriges Auto war Baujahr 1999. Da habe ich die Fenster sogar noch mit der Hand gekurbelt und hatte ein Schaltgetriebe.“ Auch das Cockpit wird beim ŠKODA Citigo wie gewohnt von Zeigern beherrscht, die auf vertraute Weise Tempo, Drehzahl und den Ladestand übermitteln.

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Letzterer steht aktuell auf 50 Prozent. Heike Rosser steuert trotzdem schon die Schnellladesäule neben dem Getränkemarkt an. Daran angeschlossen ist der Akku in knapp einer halben Stunde wieder voll. Da sie sich beim Kauf für die Top-Variante CITIGOe „Style“ entschieden hat, gehört der Schnellladeanschluss zur Werksausstattung – ebenso wie das Gleichstromladekabel für das Laden an einer normalen Ladestationen und ein Mode 2-Netzkabel mit Schuko-Stecker für das Laden an der Haushaltssteckdose. „Das sind eine Menge Kabel, mit denen man es plötzlich zu tun hat“, so Rosser. „Aber schwer ist das nicht.“ Den routinierten E-Autofahrer würde man an den perfekt gerollten Kabeln im Kofferraum erkennen. Sie müsse da noch etwas üben, und schmunzelt.

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Während der restliche Parkplatz nahezu komplett belegt ist, sind die beiden Plätze an der Schnellladestation noch frei. Um die Säule zu entriegeln, muss sich Heike Rosser mit der Ladekarte – in ihrem Fall einer Charge&Fuel Card von Volkswagen – über das Display an der Station identifizieren. Wie beim klassischen Tanken nimmt sie daraufhin das Kabel aus der Säule, um es mit ihrem Auto zu verbinden. Doch es ist zu kurz. „Typischer Anfängerfehler“, lacht sie. „Ich hätte mich andersherum stellen sollen.“ Also noch mal raus aus der Lücke und rückwärts einparken. Beim zweiten Versuch klappt es. Nach der Initialisierung des Ladevorgangs verriegelt sich das Kabel automatisch und öffnet sich erst wieder, nachdem das Laden beendet ist. 

Soweit so gut. Rosser holt einen Einkaufswagen, stellt die Pfandflaschen hinein und wirft sicherheitshalber noch einmal einen Blick auf die Ladestation. Eine Fehlermeldung sagt ihr, dass die Verbindung nicht hergestellt werden kann und kein Strom fließt. „Das bedeutet, die Säule ist kaputt, was besonders ärgerlich ist, denn es gibt noch viel zu wenige Schnellladestationen. Ehrlich gesagt, passiert das öfter. Diese hier war schon mehrmals defekt.“

Der Einkaufswagen wird zurückgestellt, die leeren Flaschen wandern wieder in den Kofferraum und der Stecker zurück an die Station. „Ich könnte hier zwar kurz stehenbleiben und trotzdem einkaufen gehen, aber die Idee war ja, die Zeit während des Einkaufens sinnvoll zu nutzen.“ Während es Verbrennern ohnehin nicht erlaubt ist, auf E-Parkplätzen zu stehen, dürfen auch Elektrofahrzeuge in der Regel nur während des Ladevorgangs dort abgestellt werden. Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Bußgeld rechnen. Heike Rosser nimmt es sportlich. Immerhin sei der Akku noch halb voll, also kein Grund zur Panik. Voll geladen wird dem ŠKODA CITIGOe iV eine Reichweite von 260 Kilometern bescheinigt, in der Stadt schafft er mit Heike Rosser am Steuer locker 300 Kilometer.

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Bevor sie zu ihrer Freundin in die Hamburger Hafencity fährt, macht sie noch einen Abstecher ins Amüsierviertel St. Pauli. Sie möchte ein paar Blumen mitbringen, und hier gibt es einen Blumenladen, der seine Pflanzen ausschließlich aus der Region um die Hansestadt bezieht. Ein Nachhaltigkeitsansatz, den Rosser gern unterstützt.

In dem engen Straßengewirr auf dem Kiez zeigt der wendige Kleinwagen seine Stärke. Mühelos gleitet er durch die beidseitig vollgeparkten Einbahnstraßen, die einzige freie Lücke ist hier, schöner Zufall, an einer Ladestation. Längere Strecken hat sie bisher noch nicht zurückgelegt, aber als Stadtflitzer, so Rosser, sei der CITIGO ideal. Trotz seiner kompakten Größe bietet der 5-Türer vier Personen Platz, und der Kofferraum reicht für die meisten alltäglichen Besorgungen aus. Legt man die Rückbank um, können auch größere Einkäufe getätigt werden. „Sollte meine Tochter später tatsächlich ein eigenes Cello bekommen, hätte das hier ebenfalls Platz.“ Sofern das musikalische Interesse anhält, das bleibe aber noch abzuwarten.

Die Fahrten zwischen Wohnung, Schule und Arbeitsplatz sind die häufigsten Strecken, die die berufstätige Mutter zurücklegt. Als Fachkraft für Digitalisierung bei der Stadt Hamburg arbeitet sie halbtags und nutzt diese Stunden, um ihr Auto aufzuladen. „Ein paar Straßen vom Büro entfernt befindet sich eine normale Ladesäule, an der es etwa vier Stunden dauert, bis der Akku voll ist.“ Öffentliche Ladepunkte, so genannte AC-Ladestationen haben eine Ladeleistung von bis zu 22 Kilowatt. An diesen Ladesäulen kommt ein Mode 3-Kabel zum Einsatz, das an beiden Enden einen Typ-2-Stecker besitzt. Oder wie Heike Rosser sagt: ein Tandemkabel. Genau das holt sie jetzt aus dem Kofferraum.

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Nach einem Umweg über den Fischmarkt ist sie mittlerweile in der Hafencity angekommen. Nach einem Blick in ihre App, hat sie nicht weit von der Wohnung ihrer Freundin eine AC-Ladepunkt gefunden. Aber nicht irgendeinen! Mit der Elbphilharmonie in Sichtweite dürfte es sich wohl um die fotografisch attraktivste Ladestation Deutschlands handeln. Hatte sie vor der Anschaffung ihres E-Autos eigentlich die gern zitierte „Reichweitenangst“? „Ja, anfangs habe ich mir schon Sorgen gemacht, ob wirklich ausreichend Ladepunkte zur Verfügung stehen. Doch die war unbegründet. Zumindest in der Stadt ist das sehr gut machbar, obwohl man natürlich sein Tank- bzw. Ladeverhalten ändern muss.“

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Mal eben schnell an die Zapfsäule, zahlen und fertig, das geht nicht. Mit einem E-Fahrzeug ist vorausschauendes Fahren gefragt. Wer nicht das Glück hat, einen Ladepunkt in der Tiefgarage oder im eigenen Carport zu haben, muss das Laden immer mit einer anderen Aktion verbinden. „Ich wünsche mir viel mehr Ladepunkte an Supermärkten, auf öffentlichen Parkplätzen und Firmengeländen, in der Nähe von Veranstaltungsflächen und für Pendler an Bahnstationen“, so Rosser. Überall dort also, wo Menschen sich eine Weile aufhalten, bzw. das Fahrzeug für längere Zeit parkt.

Ihre Fahrweise habe sich ebenfalls verändert. Sie fahre umsichtiger, aufmerksamer. „Man hört mich ja kaum mehr. Das Auto ist so leise, dass ich zunächst Angst hatte, von Radfahrern und Fußgängern nicht mehr bemerkt zu werden.“ Doch die haben sich mittlerweile an Elektrofahrzeuge gewöhnt. So wie Heike Rosser sich an ihren ŠKODA CITIGOe iV. Routiniert schaltet sie jetzt hier am Kaiserkai die Ladestation frei, verbindet das Kabel mit dem Ladepunkt und ihrem Fahrzeug und schließt das Auto ab. Damit sind die Stecker automatisch an beiden Enden verriegelt und sie kann sich entspannt zum Plausch mit ihrer Freundin treffen – und dabei, wie ihr E-Auto, ihre Akkus für die zweite Hälfte des Tages aufladen.


ŠKODA CITIGOe iV, 61 kW (83 PS) kombiniert 12,9 – 12,8 kWh/100km, CO2-Emissionen kombiniert 0 g/km.*

* Die angegebenen Verbrauchs- und Emissionswerte wurden nach den gesetzlich vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Seit dem 1. September 2017 werden bestimmte Neuwagen bereits nach dem weltweit harmonisierten Prüfverfahren für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure, WLTP), einem realistischeren Prüfverfahren zur Messung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen, typgenehmigt. Ab dem 1. September 2018 wird der WLTP schrittweise den neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ersetzen. Wegen der realistischeren Prüfbedingungen sind die nach dem WLTP gemessenen Kraftstoffverbrauchs- und CO2- Emissionswerte in vielen Fällen höher als die nach dem NEFZ gemessenen. Dadurch können sich ab 1. September 2018 bei der Fahrzeugbesteuerung entsprechende Änderungen ergeben. Weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen WLTP und NEFZ finden Sie hier: www.volkswagen.de/wltp, www.audi.de/wltp, www.porsche.com/wltp, www.skoda-auto.de/unternehmen/wltp, und www.seat.de/ueber-seat/wltp-standard.html.

Aktuell sind noch die NEFZ-Werte verpflichtend zu kommunizieren. Soweit es sich um Neuwagen handelt, die nach WLTP typgenehmigt sind, werden die NEFZ-Werte von den WLTP-Werten abgeleitet. Die zusätzliche Angabe der WLTP-Werte kann bis zu deren verpflichtender Verwendung freiwillig erfolgen. Soweit die NEFZ-Werte als Spannen angegeben werden, beziehen sie sich nicht auf ein einzelnes, individuelles Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes. Sie dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Zusatzausstattungen und Zubehör (Anbauteile, Reifenformat, usw.) können relevante Fahrzeugparameter, wie z. B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik verändern und neben Witterungs- und Verkehrsbedingungen sowie dem individuellen Fahrverhalten den Kraftstoffverbrauch,, den Stromverbrauch, die CO2-Emissionen und die Fahrleistungswerte eines Fahrzeugs beeinflussen. Weitere Informationen zum Kraftstoffverbrauch: http://www.dat.de/co2